Die deutschen Blog- und Forenbetreiber wünschen sich mehr aktive Beteiligung von Unternehmen an den Diskussionen und Debatten im Internet des
Zeitalters Web 2.0. Das ergab eine Studie der Fachhochschule (FH) Köln, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Lediglich die Hälfte der 353 befragten Internetseitenbetreiber zeigten sich überzeugt, dass die
Unternehmen ihre Medien tatsächlich „auf dem Radar" haben. Umgekehrt heißt das: Immerhin fast die Hälfte der Unternehmen beachten bereits Internetforen oder Blogs. Doch Anschauen und aktive Teilnahmen an den Diskussionen sind
zwei paar Schuhe. Und eben hier stellte die Web 2.0-Studie der FH einen klaren Nachholbedarf fest.
Die Foren- und Blogbetreiber, die sich an der Umfrage beteiligten, sind mehrheitlich männlichen Geschlechts. Knapp 89
Prozent waren Männer, mehr als 80 Prozent der Blog- und Forenverantwortlichen waren unter 40 Jahren alt. Die Bedeutung von Blogs und Foren wächst, die Erkenntnis ist keineswegs neu. Allerdings reagieren viele Unternehmen noch
immer mit Drohungen rechtlicher Konsequenzen auf unliebsame Kommentare. Immerhin 27 Prozent der befragten Internetverantwortlichen bestätigten, dass die kritisierten Unternehmen mit rechtlichen Konsequenzen drohte. Dies wurde
dann von mehr als zwei Drittel der so kontaktierten Blog- und Forenbetreiber auf ihrer eigenen Seite thematisiert. Dies hat nach Einschätzung der Analysten einen deutlich negativeren Effekt als der negative Kommentar selbst.
Allerdings kamen die meisten Betreiber dem Wunsch der Unternehmen nach Löschen solcher Beiträge nach, wohl um einen kostenaufwändigen Rechtsstreit zu vermeiden. Häufigste Themen der in Augenschein genommenen Blogs und Foren
waren die Themen Werbung, Marketing und Medien.
Die komplette 59-seitige Studie der FH Köln finden Sie im Internet unter: http://www.infospeed.de/data/Bloggerstudie.pdf. |