In Foren und Blogs wächst der Druck, klar und eindeutig kenntlich zu machen, wann es sich um Werbung, persönliche Meinung oder
objektive Tatbestände handelt. Dabei gibt es, wie in allen Bereichen, auch schwarze Schafe oder Menschen, die Social Media zu ihren Gunsten nutzen wollen. Um mehr Transparenz und Klarheit in der Öffentlichkeit zu erzeugen, wurde
die Social-Media-Studie 2009 durchgeführt. |
Unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Fank von der Fachhochschule Köln wurde im Sommer 2009 eine Online-Befragung von fast 350 Bloggern und
Forenbetreibern durchgeführt. Diese wurden zu ihrer Einstellung zu Werbung, anonymen Kommentaren, gekauften Beiträgen, Pressetexten und der Einmischung von Unternehmen befragt.Den Eindruck, dass Blogs und Foren mit bezahlten
Werbe-Beiträgen gefüllt sind, kann diese Studie nicht belegen. Über 80% der Studienteilnehmer geben an, selbst verfasste Beiträge zu veröffentlichen. Bezahlte Beiträge gibt es zwar, diese bilden aber derzeit eher die Ausnahme. Die
Mehrzahl der Blogger ist auch der Meinung, dass die Unabhängigkeit eines Blogs durch die Vergütung von Beiträgen leide. Wichtig für die Blogger-Szene wäre es daher, auf den Blogs möglichst schnell für eine klare Trennung von
eigenen und bezahlten Beiträgen zu sorgen und dies auch optisch zu unterstreichen, damit Leser dies zumindest gut erkennen können. Aufgrund der eher dürftigen Werbeeinnahmen, die ein hauptberufliches Betreiben kaum ermöglichen,
könnte mit Einnahmen durch bezahlte Beiträge die Quote der hauptberuflich betriebenen Blogs gesteigert werden. Die doch recht klare Aussage, dass Journalisten und deren Verbände als Gründe für eine mangelnde Akzeptanz gesehen
werden, gibt Anlass darüber nachzudenken, was unternommen werden kann, um dies zu ändern. Journalisten sind über ihre Verbände gut aufgestellt und organisiert. Dem haben die Blogger derzeit wenig entgegenzusetzen, da es sich bei
ihnen zumeist um "Einzelkämpfer" handelt. Zwar ist mittlerweile auch die Idee eines Verbandes aufgekommen (zum Thema "Bloggerverband" gibt es auch bereits einige einschlägige Blogbeiträge), von einer Umsetzung
ist man jedoch noch weit entfernt. Die Überprüfung neuer Mitglieder in Foren oder der Personen, die auf einem Blog einen Kommentar hinterlassen, sind noch sehr schlecht gelöst. Mehr als die Hälfte der befragten Forenbetreiber
überprüft neue Mitglieder nicht. Dies ist zwar mit Aufwand verbunden, würde aber der Reputation sehr zuträglich sein. Es wäre wünschenswert, mehr Transparenz darüber zu haben, wer welche Inhalte mit welchem Hintergrund im Internet
hinterlässt. Download - Social-Media-Studie
|